Le Havre ist ein mieses, nebliges Nest in diesem Film und vielleicht auch in Wirklichkeit. Neuere Geschichten aus Le Havre klingen jedenfalls mindestens genauso schlimm, oder noch deutlich dramatischer. Gestrandete Menschen auf der Fluch, Ihr wisst schon.
Dieser Film aber ist zum einen, wie zu lesen, ein "Paradebeispiel des poetischen Realismus" (Wikipedia, bevor es dunkel wurde), mit tollen Darstellern und einer perfekt inszenierten Atmosphäre (Regie: Marcel Carné). Und zum anderen ist er einfach klasse.
Silke wäre möglicherweise genervt gewesen angesichts eines weiteren Films mit einsamem Mann mit Hund. Aber der Rest hätte ihr wohl auch gefallen, so wie auch uns, als da waren: Andreas, Gunnar und Gastgeber Sven. Alle anderen haben was verpasst, meine ich.


2 Kommentare:
Ein schöner Blog-Eintrag, ein schöner Film und ein weiterer veritabler Kanon-Klassiker obendrein, den wir so kennen gelernt haben. Platz 744 bei der Meta-Kritiker-Liste TSPDT.
"Eines der überzeugendsten Beispiele des poetischen Realismus des französischen Kinos jener Zeit", meint das Filmlexikon. In Reclams Filmführer wird Marcel Carnés zweitbekanntester Film (nach "Kinder des Olymp") auch vorgestellt. Illustriert übrigens mit ebenjenem Szenenfoto, dessen Einstellung dir beim Gucken so bekannt vorkam, Andreas.
Weitere Kanon-Filme von der TSPDT-Liste, die wir in den letzten Monaten gesehen haben, waren der andere Film "mit einsamem Mann mit Hund", also Vittorio de Sicas "Umberto D" (Platz 184), außerdem Milos Formans "Loves of a Blonde"(Platz 572), Dario Argentos "Suspiria" (Platz 386), Billy Wilders "Double Indemnity" (Platz 150) und Albert Lamorisses "Le Ballon Rouge" (Platz 754).
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