Sonntag, 17. März 2019

In memoriam (7): Albert Finney



Am 7. Februar 2019 hat es nach längerer Zeit mal wieder eine Schauspielerlegende erwischt: Albert Finney ist im Alter von 83 Jahren von uns gegangen. Mir war der Mann immer grundsympathisch, was wohl vor allem mit seiner Rolle in dem tollen "Two for the Road" ("Zwei auf gleichem Weg") aus dem Jahr 1967 zu tun hat. In dem Stanley-Donen-Film, der früher ziemlich regelmäßig im Fernsehen lief und in unserer Familie stets geguckt wurde, spielt er an der Seite von Audrey Hepburn den männlichen Teil eines recht unglücklichen Ehepaares, das sich während eines Frankreichurlaubs an frühere gemeinsame Aufenthalte in diesem Land und damit an die Entwicklung ihrer Beziehung erinnert. Gleichzeitig sehr lustig und bewegend, wer den noch nicht gesehen hat, sollte das demnächst mal nachholen!

"Marriage is when the woman tells the man to take off his pajamas... and it's because, she wants to send them to the laundry."


 Gleiches gilt für meinen anderen Albert-Finney-Lieblingsfilm, "Saturday Night and Sunday Morning" von Karel Reisz (von 1960, nach einem Roman von Alan Silitoe). Finney überzeugt da als angry young man aus der Arbeiterklasse.

"What I'm out for is a good time - all the rest is propaganda"

Einem internationalen Publikum wurde er 1963 durch einen Film namens "Tom Jones" bekannt, den ich leider nie gesehen habe. Meine Mutter erzählte gelegentlich begeistert von dem Streifen (aus dem das Bild ganz oben stammt). In den 70ern war dann der Hercule Poirot in "Murder on the Orient Express" seine bekannteste Rolle, und eine ganz neue Generation erlebte ihn 2000 neben Julia Roberts als Anwalt in "Erin Brockovich". Danach gab's vor allem hochkarätige Nebenrollen, u. a. in den "Bourne"-Filmen, "Skyfall" und "Before the Devil Knows You're Dead" (das sind die Filme aus seinem Spätwerk, die ich gesehen habe).

"What makes you think you can just walk in there and find what we need?" - "They're called boobs, Ed."

Wenn wir uns nun seiner Präsenz im Videoclub zuwenden, so müssen wir ein weiteres Mal eine erstaunlich magere Ausbeute für so ein langes Schauspielerleben zur Kenntnis nehmen. Wenn ich nichts übersehen habe (korrigiert mich gerne!), dann war er bei uns nur einmal zu sehen, und zwar in dem reichlich unspektakulären "The Duellists", dem Debutfilm von Ridley Scott. Den Kostümstreifen gab's gleich im ersten Jahr des VC bei Jens (oder Constanze?) zu sehen.



In der Jahreswertung landete er auf dem 22. Platz, und ich persönlich habe trotz der starken Besetzung (neben Finney sind noch Keith Carradine und Harvey Keitel zu sehen) kaum Erinnerungen an das Werk. Da sollte doch noch mehr Albert Finney gehen im VC, oder?

1 Kommentar:

Gunnar hat gesagt…

Nur zu!

Gab's "Saturday Night and Sunday Morning" nicht im VC?