Freitag, 5. Oktober 2018

In memoriam (V): Stéphane Audran



Auch 2018 setzt sich der Trend fort, dass relativ wenige bekannte und verdiente Filmschaffende sterben. Aber wie schon in 2017 gilt das nur bedingt für Frankreich. Nach Jeanne Moreau, Mireille Darc, Jean Rochefort und Danielle Darieux im vergangenen Jahr hat es nun mit Stéphane Audran und Charles Aznavour zwei weitere Legenden des französischen Films erwischt. Während letzterer (verstorben am 1. Oktober mit 94 Jahren) meines Wissens nie im Videoclub zu sehen war, hatte Madame Audran (27. März, 85 Jahre), die Spezialistin für "kühle, oft auch boshafte Frauen, hinter deren distanziertem Äußeren sich oft ein Geheimnis verbarg" (Wiki), bei uns mindestens zwei Auftritte.

Kein gutes Foto, aber das einzige, auf dem ich Aznavour und Audran zusammen gefunden habe (aus der Agatha-Christie-Verfilmung "And then there were none")
2001 zeigte Stefan "Vincent, François, Paul ... et les autres", einen nicht nur aufgrund des beeindruckenden Starensembles sehenswerten Claude-Sautet-Film; anwesend waren neben Gunnar und Andreas auch Marina, Larissa und Heidrun (dass die Letztgenannte 2001, also zwei Jahre, bevor sie mit Stefan zusammengekommen ist, ein relativ häufiger Gast im VC war, hatte ich übrigens nicht mehr auf dem Schirm).


 Zwei Jahre später war Stéphane Audran dann u. a. mit Alain Delon und Maurice Ronet in "Mort d'un pourri" / "Der Fall Serrano" zu sehen, einem Georges-Lautner-Film, den ich bereits im Nachruf von Mireille Darc erwähnt habe.


 Meine Lieblingsrolle von ihr wird aber immer die in Buñuels "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" blieben.

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