Jetzt ist doch von den hochbetagten Filmveteranen,
denen ich letztes Jahr noch ein langes Leben gewünscht hatte, ausgerechnet der Jüngste als erster gestorben! Der tschechoslowakisch-US-amerikanische Regisseu
r Miloš Forman nimmt in der Geschichte des Videoclubs eine ganz besondere Stellung ein: Zwar lief mit "Lásky jédne plavovlásky" ("Die Liebe einer Blondine") aus meinem Geburtsjahr 1965 nur ein einziger Film von ihm bei uns – aber dafür gab es den zweimal, und das im Abstand von 19 Jahren! 1999 war Larissa Vorführerin, mit Stefan, Jens, Sven und Andreas als Gästen. Sven hatte als Einziger das Glück, bei beiden Vorführungen dabei zu sein; außer ihm kehrten am 24. August diesen Jahres noch Silke und Miriam bei Gastgeber Rene ein. Beide Male kam Formans Werk hervorragend an.
Ansonsten sollte jeder, der die "Liebe einer Blondine" mag, auch den "Feuerwehrball" kennen, das Hauptwerk aus Formans tschechoslowakischer Zeit. 1968 siedelte er aus politischen Gründen in die USA über; zu den erfolgreichen bis sehr erfolgreichen Filmen, die er dort drehte, von "Einer flog übers Kuckucksnest" über "Hair" und "Amadeus" bis hin zu "Larry Flint" von 1996, muss man nicht viel sagen, zu denen hat eh fast jeder seine eigene Meinung. Mich würde allerdings sein erster US-Film interessieren: "Taking off" von 1970. Vielleicht etwas für unsere Runde?
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| Miloš Forman bei den Dreharbeiten zu "Taking off" |
1 Kommentar:
Schön, dass der Nachrufschreiber wieder aktiv ist, schade, dass die Anlässe so uneefreulich sind.
Demnächst dann "Taking Off" bei dir?
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