Donnerstag, 26. April 2018

Il commissario Pepe (Italien 1969)

Bei Andreas, mit Gunnar, Miriam und Sven.

Tja, noch ein Film, bei dem Ettore Scola Regie geführt hat (es war schon der fünfte – siehe die bisherige Auflistung in Gunnars Kommentar hier), und wie schon bei "La più bella serata della mi via" war's nicht so toll. Glaube ich jedenfalls – meine Erinnerung ist ziemlich verschwommen, was wohl
vor allem daran liegt, dass ich damals hart und phasenweise vergebens mit dem Schlaf gerungen habe.

Wie der Film in formaler Hinsicht war, weiß ich wirklich nicht mehr, möglicherweise ganz gut. Vielleicht kann ja eine*r der übrigen Anwesenden etwas dazu beisteuern. Sehr wohl erinnere ich mich an die Diskussion über die zweifelhafte Botschaft des Werkes, die auch aus der folgenden Plot-Zusammenfassung gut hervorgeht:

"A police commissioner in a little town in the Italian Venetian province investigates a prostitution ring run by two pensioners; during his investigations he also learns that a former manicurist shacks up with ten students, the prefect's daughter prostitutes to keep her pimp, a famous doctor has sex with his young patients, a headmaster has his eyes on the pupils, a noblewoman organizes orgies in her villa, the local convent is run by a dyke and his actual girlfriend poses for a hardcore magazine. He wants everything to come out in the open but his superiors try to put obstacles in his way." (IMDb)

Da fragt man sich schon, was der Maestro uns damit eigentlich sagen will. Sex außerhalb der gesellschaftlichen Konventionen ist immer schlecht und muss bekämpft werden (und nein, damit will ich nicht die Missbrauchsfälle, um die es anscheinend auch geht, verharmlosen)? Ich muss zugeben, dass mein Interesse an dem Film nicht groß genug für eine größere Recherche zu diesem Thema ist. In der IMDb gibt es jedenfalls nicht eine einzige Rezension zu lesen, weder intern noch extern, was an sich heutzutage schon bemerkenswert ist. Wie auch die Tatsache, dass der Film zwar in Mexiko und Argentinien, jedoch nie in Deutschland in die Kinos gekommen ist  Und dass ich trotz meiner Müdigkeit Vicenza als Drehort erahnt habe.

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