Donnerstag, 8. Februar 2018

La più bella serata della mia vita (Italien/FR 1972, Scola)

Bei Andreas im Herrengraben. Mit Gunnar, Miriam, Sven und Silke. Elisa auf dem Arm von Katrin ist schon deutlich erwachsener geworden seit unserem Besuch; beide Damen ziehen sich aber vor Filmstart zurück. Sven kannte mal wieder den eigentlich vorgesehenen Film. Der Gastgeber setzte daraufhin seine Reihe an existentialistischen Filmen fort mit "Die schönste Soirée meines Lebens", wie der deutsche Titel lautet. Ein Kammerspiel nach Dürrenmatts Erzählung und Hörspiel "Die Panne" von 1956 mit vielen alten weißen Männern und einem Dekolleté. In der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts kommt es öfter vor, dass der Protagonist vor ein imaginiertes oder "die wollen ja nur spielen" Gericht gerät (Kafkas "Przess", Nossacks "Unmögliche Beweisaufnahme"), hier also eine Variante davon. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen.

2 Kommentare:

Gunnar hat gesagt…

Ist vielleicht noch erwähnenswert, dass dieser recht trashig daherkommende Film von Ettore Scola stammt und sich dabei in jeder Hinsicht stark von den drei anderen Scola-Filmen unterscheidet, die wir in diesem und im letzten Jahr gesehen haben: C'eravamo tanto amati (1974), Dramma della gelosia (tutti i particolari in cronaca) (1970) und Una giornata particolare (1977).

Als Drehbuchautor hat Scola auch an den VC-Höhepunkten Adua e le compagne (1960), Il sorpasso (1962) und Io la conoscevo bene (I Knew Her Well, 1965) mitgewirkt.

Andreas hat gesagt…

Erwähnenswert vielleicht noch, dass dies seltsamerweise der erste Auftritt von Alberto Sordi im VC war (korrigiert mich, wenn ich etwas vergessen hae). Mittlerweile ist mit "La Grande Guerra", über den es hoffentlich noch einen Eintrag geben wird, immerhin ein weiteres Werk hinzugekommen.