Samstag, 26. Februar 2022

Jahresrückblick 2021 + It's me. Helmut (D 2009, Nicolas Steiner, 11 min)

Der wie in jedem Jahr großartige Rückblick auf das vergangene VC-Jahr, für den Gunnar wie in jedem Jahr unendlichen Dank verdient, hatte auch diesmal eine würdige, vielleicht sogar rekordverdächtige Kulisse: In der Sartoriusstraße hatten sich Gunnar, Miriam, Silke, ABo, Sven, Stefan, Dirk und natürlich Rene (sorry!) versammelt, von Berlin aus schauten Maren, Jö und Tilmann zu, in der Schweiz waren Larissa, Alex und ihr Freund Andreas dabei, und im Herrengraben habe ich (der dritte Andreas in dieser Aufzählung) mir das Vergnügen mit unserer Freundin Katha geteilt. 

Die Ausbeute des Filmjahres war nach allgemeiner Einschätzung sehr gut. Auf Platz 1 und 2 gab es klare Favoritensiege: "Summer of Soul" (mit einem sensationellen Durchschnittswert von 8,9) vor "Nomadland" (8,4). Dass "Rocks" auf Platz 3 landen würden (mit immer noch starken 8,22 Punkten) war nicht ganz so vorhersehbar, aber auch nicht richtig überraschend. Dass danach das missbrauchsaffine "Diary of a Teenage Girl" folgt, hat mich persönlich etwas unangenehm berührt, aber was soll's ... Zwei der darauf folgenden drei Filme mit der einheitlichen (und immer noch sehr hohen) Wertung von 8,0 habe ich verpasst, die werde ich nachholen ("Patrick" und "The Insect Woman"; der dritte war "Treeless Mountain"). Ein bisschen traurig bin ich, dass der einzige wirklich konkurrenzfähige Film, den ich gezeigt habe, nämlich "Le Trou", nur auf Platz 15 oder so gelandet ist – aber die Konkurrenz war halt stark.

Interessant auch wie immer der Blick aufs Tabellenende. Da ist Tilmann mit "Ein großer graublauer Vogel" mutmaßlich etwas Einmaliges gelungen, nämlich einen Film zu zeigen, der zum zweiten Mal in der VC-Historie auf dem letzten Platz im Ranking landet. Und ich hätte es verhindern können ...

Lina Wertmüllers "Swept Away" hätte für mein Empfinden ruhig noch weiter unten landen dürfen als auf dem sechtletzten Platz, aber nach den Kommentaren im Anschluss an den Film hatte ich mit Schlimmerem gerechnet.

So, jetzt habe ich das Ganze  sehr subjektiv kommentiert, ich hoffe, Ihr verzeiht das. Dass ich diesen Eintrag schreibe, obwohl ich ja bei der Zentralveranstaltung gar nicht dabei war, verdankt sich der für mich in VVC-Zeiten neuen und nicht sonderlich angenehmen Erfahrung, am Freitagabend um 0.30 ohne jede Kommunikationsmöglichkeit allein auf dem Sofa zu sitzen. Ich würde vorschlagen, dass jemand aus der RVC-Runde diesen Post um einen zweiten Teil ergänzt, mit Schilderungen des Abends in der Sartoriusstraße und gerne auch mit einer alternativen Bewertung des Filmjahres und der Poll-Ergebnisse. Vielleicht können ja auch Silkes Fotos einen Platz in diesem Post finden?

Ergänzung von Silke neben zwei Fotos:
Als Vorfilm gab es den kurzweiligen Kurzfilm „Ich bin’s. Helmut“ (D 2009, Nicolas Steiner, 11 min).



2 Kommentare:

Rene hat gesagt…

Ich war übrigens auch vor Ort auf Gunnars Sofa :-D

Andreas hat gesagt…

Sorry - habe ich korrigiert! Ich wusste, dass ich bei so vielen Namen eine/n vergessen würde ...