Freitag, 18. Februar 2022

France (Bruno Dumont, 2021)

De satire in 'France' is even scherp als een bowlingbal | De Morgen

In TelKo 1 dabei: Jö, Gunnar, Maren, ABo, Silke, Miri und Larissa als Vorführerin (mitgeguckt bei uns haben dann noch zwei Heranwachsende und Alex).
Tilman wollte vielleicht später einsteigen, hat's aber nicht gepackt.
ABo hat nach dem langen Kampf um die sichtbaren Untertitel aufgegeben.
Nicht aufgegeben haben Miri und Larissa's Truppe in Klosters. Fazit: Alles mögliche erstmal ausschalten, dann einschalten und falls auch das nichts bringt, die Qualität reduzieren und auf einen Ersatzgerät umsteigen.
In TelKo 2 dabei: Jö, Gunnar, Sven (der gerade ein vierstündiges Theaterstück gesehen hat) und später dann Miri und Larissa. 

 Auf den Film bin ich bei der Suche nach etwas Neuem aus Fronkreisch gestossen. Das Thema des skrupellosen TV-Journalismus, die schöne und witzige Lea Seydoux und "unberechenbarer Provokateur" Bruno Dumon als Regisseur haben mich überzeugt.

Gut, dass Gunnar in seinem Newsletter den Film bereits so schön presentiert hat:

"Bruno Dumont macht seinem Ruf als unberechenbarer Provokateur alle Ehre und regt mit seinem neuen Film so viele Zuschauer und Schreiber auf, dass ich France wegen der niedrigen Durchschnittswerte bei IMdB und Metacritic völlig übersehen habe. ..  
France
ist nicht nur der Filmtitel und das Land, sondern auch der Name der Hauptfigur: Léa Seydoux – zuletzt zu bewundern als Gefängniswärterin/Aktmodell in French Dispatch – spielt eine abgefeimte, prominente Fernsehjournalistin und wir dürfen zusehen, wie sie, satirisch zugespitzt, aus Wirklichkeit Fernsehwirklichkeit macht. Im Verlauf des Films gibt es ein Ereignis, bei dem man unwillkürlich mit einer einsetzenden Läuterung rechnet, aber auf Dumont ist offenbar Verlass, ihn trägt es nicht aus der Kurve und statt einem Happy End gibt es im weiteren, finsteren Verlauf, die Chance auf Erkenntnisgewinn beim Zuschauer.
Ray Lobo nennt als deutlich sichtbare Einflüsse Bresson und Brecht und schreibt bei FilmThreat: “France is the most cynical dark comedy to come about in a long time. (…) The filmmaker plunges us into contemporary French society as vapid, shallow, and image-obsessed as the United States. Mentions of cynicism, shallowness, and the over two-hour runtime may immediately make some viewers believe it is not worth the time investment. Let me be clear: the film is bleak, funny, and thrilling.”

Uns hat der Film sehr gut gefallen, trotz des nervigen UT-Kampfes.
Ich persönlich genoss die Darstellung der französischen Bourgeoisie, immer sehr überzeugend in französischen Filmen)). Ohne die Figur der Produzentin (und Freundin?) von France, gespielt von der großartigen Blanche Gardin, wäre der Film nicht geworden. Und die tolle Musik fand sogar Kater Rocky aus der Sartoriusstrasse interessant.
Am amüsantesten fanden wir die Autounfallszene, die Jö wohl am bescheuersten fand. Überhaupt fand Jö alles an dem Film nervig. In der TelKo dürfte er dann seine Position argumentieren.
Maren und Miriam mochten den Film, habe ich so registriert, auch wenn Miriam nicht gleich total begeistert war, trotzdem hat es sie gepackt, um zu Ende zu sehen.
Silke ist mit gemischten Eindrücken zu Bett, während Andreas ihn ganz gut fand und trotzdem das Auditoruim frühzeitig verlassen musste.
Richtig begeistert war Gunnar! So dass er weitere Recherchen zum Film unternehmen wollte, die er hoffentlich mit uns teilen mag.

Ach so, unser Leo war auch angetan

Larissa

1 Kommentar:

Miriam hat gesagt…

Danke für den schönen (und prompten) Eintrag! Und eigentlich war ich von Anfang an recht angetan, sonst hätte ich mich möglicherweise von den Untertitelproblemen abschrecken lassen...