Freitag, 1. Oktober 2021

Annette (Frankreich u.a. 2021, Carax)

Film von Leos Carax im HVC-Format.

Schauspieler: u.a. Adam Driver, Marion Cotillard, Simon Helberg.

Mitgeschaut haben: Tilmann, Jö, Gunnar, Maren und Sven (danke, Sven, für die Korrektur!) sowie vor Ort bei ABo Silke, Ute, Miriam und Andreas, gezeigt hat ABo.

Wieder kein französischer Film, aber er immerhin teilweise dort gedreht.


Gunnars Zusammenfassung auf Telegram:

„Tilmann hat geschimpft wie noch nie im VC und meinte, Carax habe nicht mehr alle Murmeln beisammen. Jö war teils begeistert und teils sehr genervt, hat aber zugegeben, dass er den Film vermutlich fantastisch finden würde, wenn er aus Japan käme und nicht der Pont-Neuf-Regisseur dahinter stünde. Silke und Ute fanden ihn so richtig scheiße, das Hauptargument war, dass der Film ja aus männlicher Sicht erzählt sei. Und die eigentliche Handlung sei ein Schmarrn. (Dem hat auch niemand widersprochen.) Miriam und Andreas waren nicht begeistert, fanden den Film aber sehenswert, auch wenn die zweite Hälfte, in der die Story in den Vordergrund getreten sei, deutlich schwächer gewesen sei. Maren und ich waren die einzigen, die durchgehend fasziniert und erfreut waren über einen Film, der in vielerlei Hinsicht sehr anders ist als alles, was wir bisher kannten. Insbesondere das Gesinge fanden wir Musical-Hasser toll. Was der Gastgeber ABo meint, hab' ich nicht mitbekommen.“

Damit hatte ich dank Gunnar bereits ’ne 1a-Vorlage für den Blogeintrag und ergänzte auf Telegram nur noch dies (leicht aktualisiert hier wiedergegeben):

„Ich fand den Anfang und das Ende stark. Zwischenzeitlich hing mein Blick eher an der Uhr – mit 2:21 h hatte ich euch ja was zugemutet. Besonders gut fand ich den Coup mit dem Marionetten-Baby, die singenden Nebendarsteller wie Publikum oder Reporter, die schwebende oder drohnengetragene Annette und die vielen langen Kameraeinstellungen.

Die Botschaft hat sich mir auch nicht erschlossen. Vielleicht ist es ’n Sammelsurium aus: 

i) „Diva“ (lt. Andreas),

ii) Männer haben ’n Problem mit starken Frauen (Silke, Ute und mit deutlichem Missfallen Tilmann),

iii) ’n Rauchpropagandafilm (Tilmann),

iv) vom Paulus zum Saulus, weil er’s kann wie bei Adams „Star Wars“-Episode. 

Wahrscheinlich nicht.

v) Es lässt auch „Harry Potter“ grüßen. – Die Gesichtsmale von Henry (wurden im Laufe des Films immer deutlicher) und Annette, die ihres beim Schiffsuntergang bekam und als Puppe bis zum Ende nicht los wurde, fand ich persönlich auffällig.

Wir waren am Ende doch überwiegend erstaunt, wie die Zeit vergangen ist. Wäre es ein reiner VVC gewesen, wären wahrscheinlich manche zwischendurch eingeschlummert. Ich nenne hier mal keine Namen.

Alles in allem war ich mit der Empfehlung des Films von Gunnar in seinem Newsletter doch sehr zufrieden, hat im Heimkino einigen Spaß gemacht.😊“

8 Kommentare:

x hat gesagt…

Juhu!

Sven hat gesagt…

Ich mag mich irren, das kommt ja vor, aber ich glaube, ich war an dem Abend nicht dabei. Hab mir extra den Trailer nochmal angeguckt, aber das war mir alles gänzlich neu.

Sven hat gesagt…

Jetzt weiß ich es: ich war in Templin und habe dort nicht mitgeguckt.

Gunnar hat gesagt…

Ich bin ganz irritiert, dass Zander jetzt Sven ist.
@Jö: Falls du hier mit dem X erscheinst, weil du meinst, dass du sonst im Google-Profil deinen Echtnamen angeben musst, so ist's nicht. Kannst du nur für den Blog hier einstellen: https://www.blogger.com/edit-profile.g

Zander hat gesagt…

Ich war neugierig und hab "Annette" heute nachgeholt. Gunnar hat natürlich Recht mit "anders, als alles, was wir bisher kannten". Die Begeisterung kann ich aber nicht teilen. Der Singsang nervt von der ersten bis zur letzten Minute und die Geschichte lohnt gar nichts. Es bleiben allerlei durchaus sehenswerte technische Spielereien, die aber den Film nicht retten können. Leider durchgefallen!

Zander hat gesagt…

Carmen sagte eben noch, sie hätte das vor allem als Publikumsbashing gesehen. Das Publikum, das Anne immer auf der Bühne sterben sehen will und ihn beschimpft, dass er ihnen das genommen hat, das ihn erst feiert, ihn dann ausbuht und zum Schluss am liebsten aufhängen will, die immer wider zitierte geifernde Yellow Press, die sich an den beiden ergötzt. Der Gedanke macht den Film deutlich interessanter, aber auch nicht leichter zu ertragen.

Gunnar hat gesagt…

Schade, dass du damit nix anfangen konntest! Vielleicht hast du trotzdem Interesse an einer anderen Sichtweise. Hier eine – wie ich finde - sehr schöne Kritik von Juliane Liebert aus der SZ.

Rene hat gesagt…

Ein Musical mit Adam Driver und Musik der Sparks, da musste ich diesen Film natürlich nachholen und dann auch noch von Carax, dem Meister der leichten Unterhaltung. Nun es war hart aber ich hab es durchgehalten. Das Gesinge war wider erwartend gar nicht so schlimm aber begeistert hat es mich nicht - die Songs scheiterten bei mir an diesem Reim-dich-oder-ich-fress-dich Aufbau.
Die Story war mir zu krude aber passend zu Carax. Es war okay aber ich war froh als der Abspann lief.