Ein Entführungs-Roadmovie nach dem Vorbild von Jim Jarmuschs "Stranger than Paradise", was Regisseur Kazushi Watanabe, der auch den Kopf der Entführerbande darstellt, aber bestreitet. Man glaubt es kaum. Dasselbe betrifft den Soundtrack, der Neil Youngs Gitarre in "Dead Man" zu sehr ähnelt als dass es noch ein Zufall sein könnte. Sei's drum.
![]() |
| Vier sind einer zuviel für das neue Auto |
"Die Beschreibung eines ebenso bösen wie schönen Traums, der dem Protagonisten die Flucht aus einem trostlosen Alltag ermöglicht. Der traurig-lakonische Film verdichtet sich zu einer nahezu kafkaesken Parabel über den Zusammenhang zwischen Unterdrückung und Selbstunterwerfung, ...", sagt das Lexikon des Internationalen Films.Von Usamis vermeintlich "trostlosem Alltag" erfähren wir in dem Film allerdings gar nichts. Das Schöne an Usamis Erlebnis konnte ich auch nicht entdecken, denn wenn der Unterwerfung die Selbstunterwerfung folgt, wird sie dadurch aucht nicht schöner. Eher tragischer. Die Beschreibung als "kafkaeske Parabel" entspringt wohl der unseligen Zeiterscheinung, nahezu jede Fremdbestimmung als "kafkaesk" zu benennen. Armer Kafka.
Mir haben die für die Geschichte eher unwichtigen Details gut gefallen: die verschiedenen Autos, die am hellichten Tage vollkommen leere Stadtautobahn, die übertrieben diensteifrigen Tankwarte oder die Suche nach dem "Max-Coffee". Auch die Idee der gleichgültigen Freilassung des Entführten gefällt mir sehr. Ganz ohne einen dramatischen Showdown und ohne Auflösung der offenen Fragen. Einfach zu Ende weil die Zeit rum ist. (Sven, 25.8.18)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen