Donnerstag, 12. Juli 2018

La Parmigiana (Antonio Pietrangeli, 1963)


Bei Gunnar. Mit Silke, Sven und Miriam

Nach "Adua et la compagne", "Io la conosceve bene" und "La visita" der vierte Pietrangeli-Film bei uns.

Mit Catherine Spaak in der Hauptrolle, die ganz ähnlich wie die Stefania-Sandrelli-Figur in "Io" mit wechselnden Frisuren und wechselnden Männern sehr selbstbewusst versucht ihr Glück zu machen und dabei letztlich scheitert, wenn auch nicht so tragisch und endgültig wie Sandrellis Adriana zwei Jahre später. Erzählt wird das mit mehreren elegant eingeschobenen Rückblenden und es sieht wieder alles großartig aus: Hinter Kamera stand wie in allen genannten Pietrangeli-Filmen Armando Nannuzzi, der später auch mehrfach für Visconti gearbeitet hat.

Wir bewegen uns mit solchen Filmen fernab von irgendeinem filmgeschichtlichen Kanon, den Grad der völlig unverdienten Obskurität lässt sich an der Anzahl der User-Kommentare (1) und verlinkten Kritiken (3) bei IMDB ablesen. Bei Letterboxd findet sich immerhin ein kundiger Nutzerkommentar, der mit Antonioni vergleicht und über die eigenwillige Inkonsequenz des Films schreibt, die zugleich eine Stärke wie auch eine Schwäche darstelle.

Ich glaube es hat allen gefallen, auch wenn Silke meinte, dass "La Parmigiana" schwächer sei als die schon gesehenen Pietrangeli-Filme und den Sinn der Rückblenden in Frage stellte. Miriam meinte, dass im Vergleich zu Catherine Spaak Romy Schneider einpacken könne. Wenns nach mir ginge könnten wir von solchen leichtfüßigen, melancholischen Sechziger-Jahre-Komödien noch Hunderte sehen.

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