Donnerstag, 19. Juli 2018

Blind (NOR, 2014)


Kündige einen Film mit Sex&Crime an und alle sind sie da (Andreas, Sven, Silke, Miriam und Gunnar - in der Reihe ihres Erscheinens). Gegeben wurde das Erstlingswerk von Eskil Vogt (Drehbuchautor der Joachim Trier Filme) -  Austragungsort bei Rene.

Der Film handelt von Ingrid, die gerade krankheitsbedingt erblindet ist und nicht mehr die Wohnung verlässt. Sie verbringt diese Zeit mit dem Schreiben einer Geschichte, die nun im Film gezeigt wird. Dabei werden Elin, eine alleinerziehende Mutter, und Einar, ein einsamer Pornoholic, gezeigt.

Was am Anfang noch real erscheint verdeutlicht immer mehr, dass sie Ingrids Phantasie entspringen und die Handlung immer mehr von Ingrids Ängsten preisgibt.

Ingrid ist schwanger, hat aber Angst davor, dass sie der Situation nicht gewachsen ist und auch, dass sie Ihre Krankheit an das Kind vererbt. Genauso wird die Angst deutlich, dass ihr Mann Morten sie verlassen könnte und sie einsam zurücklässt.

Zum Ende des Films stellt sie fest, dass alle Protagonisten in ihrer Geschichte immer unglücklicher werden und sie schreibt die Story um, sodass Elin nicht mehr die Geliebte ihres Mannes ist, sondern Einar kennenlernt und mit ihm eine Beziehung beginnt.
Am Schluss des Films unternimmt sie den ersten Versuch alleine und auf eigene Faust, die Wohnung zu verlassen.

Komischerweise wurde nach dem Film gar nicht mehr viel drüber geredet und es kamen schnell andere Themen auf. Scheinbar war der Film ganz gut aber richtig begeistert war niemand der beteiligten Personen.

Mir hat dieser Film sehr gut gefallen und durch die vielen Effekte, von wechselnden Details der Handlung und verwirrenden Sounds und Schwarzbildern, lässt er genug Raum für Fragen, was ist Realität. Passend dazu:
William Bibbiani von CraveOnline
„Blind exists as a nebulous construction, ever shifting but ultimately centered around a lovely and funny love-quadrangle with curious characters and consistent insight. The film’s curious blend of the sensual and the cerebral manages to engage even when you begin to lack confidence about whether anything is actually happening at all.“

4 Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Also mir hat der Film sehr gut gefallen, und ich dachte, dass ich das auch gesagt hätte. Was die relativ kurze Diskussion angeht, so hatten wir die Handlung und die Machart des Films ja schon während des Anguckens ausführlich thematisiert, da war dann vielleicht hinterher nicht mehr so viel zu sagen. Dir jedenfalls vielen Dank, Rene!

Miriam hat gesagt…

Noch besser als der Film finde ich Deine schöne Zusammenfassung! Aber das hatte ich ja schon erwähnt, dass der Film nicht ganz mein Fall war, aber interessant natürlich allemal. Also, auch von mir vielen Dank für den lustigen Abend!

Gunnar hat gesagt…

@Andreas: Haste auch gesagt. Und mir hatta auch gefallen, falls das nicht deutlich geworden ist. Lieber Rene, sei doch so nett und trag auch noch alle anderen Filme der letzten Monate nach. Silke versorgt dich sicher gern mit den benötigten Daten. 1000 Dank vorab!

Rene hat gesagt…

@Gunnar: das wäre ja etwas zu einseitig! Jeder ist seines Inhalts Schmied! ... oder wie war das?