Montag, 28. Dezember 2020

Onibaba (Kaneto Shindô, 1964)

 

Wollte Jö eigentlich statt "Wild Berries" im Oktober zeigen. Musste leider abgebrochen werden, weil das gleichzeitige Streamen bei vielen Teilnehmern zu hakelig war. Nach den ersten 10-20 Minuten auf den Geschmack gekommen, haben aber zahlreiche VC-Gucker den Film später doch zuende geguckt. Darum ist er hier dokumentiert.
 

Im Salon am 19.10. :  

"Super Film meiner Mening nach, könnte man wie „Die sieben Samurai“ sicher auch super in eine andere Zeit und Kultur versetzen. Universaler Stoff also wohl offenkundig. (...) Ohne zu spoilern, kann ich sagen: Ist wie mit dem Weihnachtsmann: „Wer fehlt“  wäre die zielführende Frage." (Silke)

"Öhm, ich wollt noch sagen, isso n büschn wie „Fuefukigawa“ meets „Die Frau in den Dünen“. (Silke) "Dazu noch existentialistische Grundhypothesen mit Pazifismus, Sex-positive-Haltung und die moralische Essenz, dass böse Handlungen sich schlussendlich immer gegen einen selbst wenden." (Silke)

Am 21.10.: 

"Schade, dass Onibaba nicht lief am Freitag. Ich fand den auch super und bin mit Si La einer Meinung." (Jö)

"Hab' jetzt auch Onibaba geguckt. Mannomann, was für Bilder. Unglaublich. Großartig. Was für ein Einstellungen, was für Licht. Was für eine Location. Wär' für mich der VC-Film des Jahres, wenn wir ihn denn im VC gesehen hätten." (Gunnar)

Am 22.10.:

"Der Ton, wenn sie durch das Sumpfgras zu ihm lief. Die Idee dieses ungesicherten Lochs. Das Geschnarche der älteren Frau. Erst echt, dann als Täuschung eingesetzt. Musste auch an Loriots „Wieso, welche Maske?“ denken, als sie die Maske im Loch zunächst nicht abbekam. Aber es ist kein eigentlicher Horrorfilm, oder, weil es ja nichts Magisches oder Fantastisches gab?" (Silke)

"Der Horror ist ja eher die existentiale Angst der Älteren und das Allegorische über die Verrohung der Menschheit." (Jö) 

"Einige Figuren sagen ja sogar, dass es keine Dämonen gibt und ich meine auch keinen Gott. Existentialistische Aussage: Den Horror machen die Menschen sich selbst gegenseitig." (Silke)

"Die Bilder tragen das Ganze so unglaublich intensiv. Das Schwarzweiß ist einfach wunderbar."(Jö)

Am 9.11.: "Ich hab auch noch Onibaba geschaut - sensationeller Film. Obwohl ich die Hauptdarstellerin aus Schweine und Kriegsschiffe nicht erkannt hätte. Aber alles sehr beeindruckend" (Rene).

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