Bei Andreas, mit Gunnar, Miriam, Silke und Sven.
Nun ist er doch gestorben: Am 5. Februar 2020 hat Kirk Douglas im Alter von 103 Jahren diese Welt verlassen. Damit ist der wohl letzte Protagonist der goldenen Ära Hollywoods abgetreten (mögliche Ausnahme: Olivia de Havilland, bekannt als Geliebte Erol Flynns in acht Filmen sowie als Melanie in "Vom Winde verweht" – die wird im Juni 104!).
Dieses besonderen Todesfalles wollten wir natürlich im Videoclub gedenken, und dabei fiel meine Wahl eher zufällig auf Douglas‘ Debütfilm, "The Strange Love of Martha Ivers" von 1946. Diese Mischung aus Film noir und Melodram stellte sich dann als absoluter Glückstreffer heraus, von dem alle fünf Anwesenden ziemlich begeistert waren.
"Ein düsterer, fatalistischer film noir, der gegenseitige Abhängigkeiten und psychische Ausweglosigkeit anspricht und inszenatorisch ein morbides Klima von beklemmender Intensität schafft. Schauspielerisch perfekt."
So ist es.
Wenn wir uns nun der Frage nach der bisherigen Präsenz von Kirk Douglas im VC zuwenden, so stellt sich heraus, dass da nicht viel zu dokumentieren ist. Bizarrerweise haben wir nicht nur jetzt mit "Martha Ivers" seinen ersten, sondern 2001 in kleiner Runde bei Miriam auch seinen zweiten Streifen geguckt, den genialen "Out of the Past". Da spielt er neben Robert Mitchum einen knallharten Gangsterboss und ist damit schon deutlich näher an seinem typischen Leinwandimage dran als in "Martha Ivers", wo er einen alkoholsüchtigen Schwächling verkörpert.
Tja, und dann war da meines Wissens nur noch ein Cameo-Auftritt in dem John-Huston-Desaster "The List of Adrian Messenger", das Gunnar 2008 auf lesenswerte Weise im Blog verewigt hat und das ich vor kurzem schon im Zusammenhang mit Robert Mitchum erwähnt habe – es sei denn, wir haben irgendwann mal den Billy-Wilder-Film "Ace in the Hole"/"Reporter des Satans" im VC geguckt. Das ist einer der seltenen Fälle, in denen ich mir nicht sicher bin bzw. zu denen ich keine Aufzeichnungen habe. Ich hatte den damals für den VC eingeplant und ihn mir auch angeschaut, aber ob das wirklich in der Runde war?
An interessanten Filmen mit Kirk Douglas dürfte jedenfalls kein Mangel bestehen. Ich hab da schon so eine Idee.





6 Kommentare:
Seltsam, dass wir ausschließlich Obskuritäten aus seiner Filmografie geguckt haben. Ace inthe Hole? Ich kann mich nicht dran erinnern. Aber was heißt das schon?
Ungewöhnlich - und toll - fand ich, dass das Paar - sie frisch aus dem Knast, er ein sich herumtreibender Spieler - gegen jede Film-Noir-Konvention ein Happy End bekommen. Und überhaupt toll, wie wenig vorhersehbar der Plot war.
Genau das finde ich auch, und deshalb fand ich den Film insgesamt gar nicht so düster und morbide wie im Zitat beschrieben.
Ja, da habt Ihr wohl beide recht.
Hab ich am letzten Sonntag im November nachgeholt.
Besser als Tatort - ich fand "I Walk Alone" noch etwas besser aber schon ein guter Film - die Dialoge sind so schön geschliffen, dass man sich fragt, wie lange daran gedrechselt wurde - scheinbar ist das Leben gar nicht so anstregend, wenn man solche Sprüche parat hat.
"What happened?"
"The road curved, but I didn't."
Detective #1: "Good morning, Mr. Masterson." Shows his badge!
Sam: "You don't have to show me who you are. I can tell by the smell."
Detective #1: "My nose isn't that big."
Hier ein schönes Zitat zu der tollen Lizabeth Scott (die wir einige Wochen später ja noch einmal, in "I Walk Alone", gesehen haben):
⭐️Once upon a time, in Hollywood....⭐️
I thought I recognized the frail looking woman, at the gas station, filling up her Jaguar with gas.
"Excuse me, aren't you, Lizabeth Scott?", I asked.
"No, I'm not." she quickly replied.
" Well, I really enjoy your movies", I responded.
"Thank you! I like your car!" she smiled back....
(I was driving my '38 Ford coupe)
(gefunden in der recht interessanten Facebook-Gruppe "The Femme Fatales of Film Noir")
Kommentar veröffentlichen