---Bei Gunnar. Mit Rene, Sven, Andreas, Miriam, Maren, Silke und – tata – Stefan! (Ergänzung der Bescheidwisserin Silke, 21.2.2020) ---
Vorab gab's einen Kurzfilm mit Stan Laurel und Oliver Hardy aus ihrer besten Zeit, der Ära des frühen Tonfilms. Die ausnahmsweise erfolgreichen fliegenden Fischhändler Stan und Ollie ruinieren sich bei der dem desaströs verlaufendem Versuch, einen Fischkutter instand zu setzen. Hat allen gut gefallen, wenn ich mich recht erinnere.
Zum VC-Jahr 2019: Das Ergebnis unserer jährlichen Abstimmung bei Surveymonkey lässt sich leider nicht mehr grafisch darstellen, darum hier ein paar nackte Zahlen:
Unser Film des Jahres ist ungewöhnlicherweise ein Animationsfilm, nämlich "Seder-Masochism" von Nina Paley mit dem sagenhaften Durchschnittswert 9,3.
Dahinter folgen Robert Bressons Eselfilm "Au hazard Balthar" (8,8) und dicht auf der diesjährige Oscar-Abräumer "Parasite" von VC-Regular Bong Joon-ho. Filme aus Frankreich haben überhaupt sehr gut abgeschnitten im vergangenen Jahr, Marcel Carnés "Le Quai des Brumes", Paul Verhoevens "Elle" und Truffauts "Antoine et Colette" sind allesamt ebenfalls unter den ersten zehn Filmen. Das Filmland Italien hat dagegen einen harten Absturz erlebt, am höchsten platziert ist noch Pietro Germis Episodenkomödie "Signore e signori" auf Platz 27 (6,2), deutlich weiter abgeschlagen ist der Klassiker "Accattone" von Pasolini (5,6) genauso wie Bertoluccis "Prima della rivoluzione" (4,3). Auch der bei Kritk und Publikum 2017 sehr gut angekommene "Call Me by Your Name" von Luca Guadagnino ist im VC abgeschmiert (6,2).
Rekordverdächtig schlecht hat Spanien abgeschnitten, dank der Doppelkatastrophe ganz unten am Ende der Tabelle, zwei Sechziger-Jahre-Komödien von Luis García Berlanga, dessen Name man eigentlich gleich wieder vergessen sollte. Die Commedia all'italiana kann man halt nicht einfach zur Commedia alla spagnola machen. (Versuche mit einer Commedia alla tedesca stell' ich mir lieber gar nicht vor.)
Noch kurz zur Statistik: Wir haben 43 Filme gesehen. Inklusive "Greta", der aus Gründen der Schlamperei sowohl im Jahresrückblickszusammenschnitt als auch bei der Abstimmung gefehlt hat, inklusive auch dem Antoine-Doinel-Kurzfilm und der Doppel-Feature-Abend wurde doppelt gezählt.
Andreas hat es leider geschafft, seine niedrige Anwesenheitsquote noch zu senken. An 40% der Abenden war er dabei, 2018 waren es noch 42%.
Wir haben deutlich mehr aktuelle Filme geguckt, nämlich 49% (37%) aus den 2010er Jahren. (In den Klammern dahinter ab jetzt immer die Vorjahreszahl.) Der Anteil der Filme aus den Sechzigern ist trotzdem sogar noch gestiegen auf 30% (23%). Aus allen anderen Jahrzehnten hat uns offenbar nicht viel interessiert, die Fünfziger liegen bei 7% (9,3%), die sonstigen Jahrzehnte dümpeln von null (Zwanziger, Achtziger und Neunziger) bis maximal fünf Prozent vor sich hin.
Frankreich hat nicht nur bei den Bewertungen, sondern auch die reine Filmanzahl betreffend den Vogel abgeschossen: 16% (5%). Der Anteil amerikanischer Filme lag dagegen so niedrig wie vermutlich noch nie in der Geschiche des VC, nämlich bei 12% (28%). Exakt genausoviel hat Italien, 12% (33%), siebzehn weitere Filmländer bewegen sich im einstelligen Prozentbereich.
Rekordverdächtig hoch ist der Anteil der S/W-Filme: 44% (37%). Ebenfalls rekordverdächtig ist der Anteil weiblicher Regisseure mit 23% (7%).
Hier die Daten bei Google Forms im Detail.


3 Kommentare:
Ups, noch mehr Schlamperei. Die beiden letzten Filme des Jahres hatte ich noch gar nicht eingetragen und – ohne zu prüfen – nur "Greta" ergänzt. Ist jetzt korrigiert. Die meisten Zahlen haben sich dadurch leicht verändert.
Hey, immerhin war ich zweitaktivster Vorführer! Oder anders gesagt: 53 Prozent aller Filme, die ich gesehen habe, habe ich auch selbst gezeigt.
Zu den rekordverdächtigen Werten noch der Vergleich zu den Vorjahren:
Der US-Film-Anteil betrug 2015-2018 nacheinander 24%, 29%, 17% und 28%. Und 2019 wie gesagt 12%. Wie hoch mag er in den Anfangsjahren gewesen sein? Viel höher, würde ich tippen.
S/W-Filme 2015-2018: 21%, 24%, 36%, 37%. Und zuletzt 44%.
Regisseurinnen 2015-2018: 13%, 14%, 8% und 7%. Die 23% von 2019 sind 10 Filme. Nur vier davon hat Silke gezeigt, falls irgendwer auf die Idee kommt, dass die überraschend hohe Zahl maßgeblich auf ihre Kappe geht.
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