Freitag, 12. April 2019

Boy (NZ 2010, Taika Waititi ♂)

An diesem Freitag Abend trafen sich Sven, Silke und Gunnar (in der Reihenfolge ihres Erscheinens) auf meinem Sofa. Mir war nach seichter Kost und deshalb wurde Boy (IMDB 7.5) von dem neuseeländischen Regisseur Taika Waititi serviert.
Im letzten Jahr hatte ich "Hunt for the wilder people" von ihm gezeigt. Hier also jetzt ein früheres Werk.

Der Inhalt knapp zusammen gefasst: Der 11-jährige Alamain (genannt Boy) und sein kleiner Bruder Rocky (genannt Egg) leben nach dem Tod der Mutter bei der Oma. Der heroisch bewunderte Vater, wird auf Weltreise gewähnt, sitzt aber im Knast. Als die Oma für eine Woche verreist, taucht der Vater plötzlich auf.
Die Jungen glauben/hoffen, dass der Vater zurück ins Familienleben zurückkehrt aber in Wirklichkeit, will dieser nur die Beute eines vergangenen Coups wiederfinden.
Von da an bröckelt die Verehrung zum Vater bei Boy zunehmend und gegen Ende schlägt Wut und Enttäuschung aus Boy und auf den Vater ein.

Fazit: Der Film hatte einige tolle Momente aber leider tragen sie nicht den ganzen Film. Ich würde sagen, das Prädikat "nett" trifft hier zu.

Danach wurde es wieder einmal "weird" in den Diskussionsthemen (von RechtSchreibReformen bis SommerRodelBahnen) und alles in allem hatten wir einen kurzweiligen Abend in der warmen Bude.

Als Gunnar dann braune Flecken auf dem Sofa hinterlassen hatte, musste ich den Mob rausschmeißen.

3 Kommentare:

Rene hat gesagt…

Wow, jetzt hab ich auch das mit den "Labels" kapiert....

Silke hat gesagt…

Du hast Michael Jackson vergessen. Boy will sein wie er, tanzen können wie er. Und er will seinen Vater wie Michael Jackson, stellt sich bespw. in Phantasieszene vor, dass sein Vater Gangkämpfe so choreographiert bestreitet wie Jackson in seinen Musikideos.

Mir ist noch eine mögliche Szene für den Jahresrückblick eingefallen: Als der Vater ganz nonchalant mit Wunderkerzen in die Luft schreibt und magischerweise die Feuerspritzer viel länger zu sehen sind als in echt. Boy gelingt der Trick vor seinen Freunden später – natürlich – nicht. Scheiß Realität! Scheiß Rationalismus! Wir wollen Wunder.

Rene hat gesagt…

Na ja, diesen Teil fand ich jetzt nicht so bedeutend für die Rahmenhandlung - genauso wie die Schwärmerei für den Klassenvamp.
Beat it!