Donnerstag, 3. Januar 2019

Prima della rivoluzione (Italien, 1964, Bertolucci)

Bei Sven, mit Miriam, Gunnar und Andreas, in umgekehrter Reihenfolge des Erscheinens.

Zu sehen gab es am ersten Donnerstag des Jahres ein nicht sehr aufregendes Frühwerk von Bernardo Bertolucci zum Thema der Langeweile bourgoiser Jungkommunisten, die sich zwischen bestenfalls als naiv zu bezeichnendem Polit-Gerede und unglücklichem Liebesleben bewegen. Neffe und Tante, das geht auch in der großbürgerlichen, linksintellektuellen Szene in Parma auf die Dauer natürlich nicht.


Zu dem Schluss kommt auch der Film, woraufhin Fabrizio eben mit dem viel unkomplizierteren und auch sehr netten Blondchen Clelia in die Oper geht und sie heiratet während seine Tante Gina Trost bei seinem jüngeren Bruder sucht. 


Was mir gut gefallen hat, waren die Ausstattung, z.B. mit schönen Autos oder auch einem bemerkenswerten Radio und die Bilder aus Parma und der Po-Ebene. 







Das war sehr schön, tröstet aber nicht über die dargestellte Inhalts- und Humorarmut hinweg, die sich ungewollt auch über den Film selbst ausbreitet. Die professionellen Kritiker sahen das 1964 übrigens ganz anders und vergaben in Cannes den Kritikerpreis an „Prima della rivoluzione“. Kennt man ja.

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