Bei Silke. Mit Sven, Gunnar und Miriam.
Gezeigt wird das Zusammenleben in einer Okiya, dem Wohnhaus einer Gemeinschaft von Geishas. Nachhallen tut die Szene, in der eine Frau von einer anderen verspottet wird, weil sie sich wegen mangelnder Anpassungsfähigkeit nicht zum Geisha-Beruf wie ihre Mutter berufen fühlt, aber auch nicht heiraten will: „Hahaha, sie meint, sie kann ohne Mann auskommen, hahaha.“ Hideko Takamine rackert sich dennoch wacker an der Nähmaschine ab.
Nach der Buchvorlage von Aya Kōda von 1955, die offenbar auf ihren eigenen Erfahrungen beruhte.
Nicht so toll wie die beiden bereits im VC gesehenen Naruse-Filme, trotz
der mitwirkenden Hideko Takamine. Liegt vielleicht aber auch daran,
dass das Geisha-Thema jener Zeit für Nicht-Japaner sehr
voraussetzungsreich ist.
Zum Mysterium Geisha mag die deutsche Wikipedia hilfreich sein: „Geishas sind Bewahrerinnen der traditionellen Künste. Erotik spielt bei der Unterhaltung der Gäste keine Rolle. Es geht darum, den
Geist zu beleben, eine intellektuelle Konversation zu führen und das
tänzerische und musikalische Geschick der Geishas und Maikos zu
bestaunen. Wer in ein Teehaus kommen darf, wozu man einen Bürgen
braucht, der bekommt einen niveauvollen Abend geboten: Freude,
Unterhaltung und Geistreichtum. Durch die amerikanische Darstellung der
Kriegszeit und der Filmindustrie hält sich ein Bild von Geishas als
Prostituierte. Aber selbst einige Japaner verstehen oft nicht, dass
dieses Bild über die Geishas nicht mit der Realität übereinstimmt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Geisha#Geishas_heute, ges. 22.1.2019)
imdb: 7,8


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