Donnerstag, 6. September 2018

Killing Them Softly (USA 2012)


Bei Andreas, mit Gunnar, Miriam und Silke.

Nach "The Friends of Eddie Coyle" eine weitere, allerdings satte 39 Jahre später entstandene Verfilmung eines Romans von George V. Higgins.

Das Filmlexikon liegt in seiner Rezension ziemlich richtig, deswegen sei es hier der Einfachheit halber zitiert:

"Nachdem zwei Kleinkriminelle ein Wettbüro der Mafia ausgeraubt haben, wird ein Killer engagiert, der die Ordnung wiederherstellen soll. Der kühl kalkulierende Profi engagiert seinerseits einen Kollegen, weil er einen der Gauner kennt und emotionalen Verwicklungen aus dem Weg gehen will. Ein dialoglastiges, in den Mord-Szenen hyperbrutales Drama, das vordergründig wie eine Gangstergroteske die Sorgen und Nöte der Killer ausstellt, im Kern aber ein wirtschafts- wie gesellschaftskritischer Gangsterfilm mit politischen Ambitionen ist, der das US-amerikanische System einer fundamentalen Kritik unterzieht."

Die Gewaltszenen waren tatsächlich recht überflüssig, aber ansonsten hat uns der Film ähnlich gut gefallen wie dem Rezensenten – und damit besser als der IMDb-Wählerschaft, die "Killing Them Softly" mit schnöden 6,2 Punkten abgefertigt hat.

Mickey (James Gandolfini) bringt's nicht mehr
Zu erwähnen wäre noch die tolle Besetzung, und dabei vor allem das Wiedersehen mit Ray Liotta als unschuldig zu Tode kommender Glücksspielunternehmer und der tolle Auftritt von James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen als gebrochener Killer, der sich lieber Alkohol- und Sex-Exzessen hingibt, als seinen Auftrag zu erfüllen (und dafür am Ende zahlen muss).

Und Markie (Ray Liotta) nützen alle Unschuldsbekundungen nichts

Das Schlusswort soll hier wie im Film Brad Pitt alias Jackie Cogan haben: "This guy (gemeint Barrack Obama) wants to tell me we're living in a community. Don't make me laugh. I'm living in America, and in America, you're on your own. America's not a country. It's just a business. Now fucking pay me."

Keine Kommentare: