Nach "Adua et la compagne" und "Io la conosceve bene" der dritte Pietrangeli-Film bei uns.
Mit Sandra Milo (neben Lino Ventura in "Classe tous risques" und "Un témoin dans la ville", außerdem in Fellinis "8 1/2" und "Giulietta degli spiriti" sowie bei Pietrangeli unter anderem in "Adua") als alleinstehende Frau in der norditalienischen Provinz, die sich über eine Kontaktanzeige eine vermeintlich vielversprechende Partie übers Wochenende eingeladen hat. Der Großstädter entpuppt sich als Pfeife und das Wochenende als Reinfall und am Ende gibt's kein Happy End, denn auch die Beziehung zum ab und zu zu Besuch kommenden Fernfahrer hat keine Perspektive.
Sandra Milo muss in dem Film mit einem riesigen, ausgestopftem Hintern durch die Gegend laufen und ihre Figur wird erst als ein dummes Huhn mit romantischen Flausen im Kopf karikiert, darf sich im Verlauf des Films aber als selbstbewusst und unabhängig erweisen, während der Idiot aus der Großstadt (Francois Perier) etwas eindimensional ein Idiot ist und bleibt. Dazwischen geschnitten sind Rückblenden zu früheren Episoden aus beider Leben und die sind, wenn der Idiot involviert ist, leider auch ein wenig ermüdend. Trotzdem toll das Ganze, so waren wir uns, wenn ich mich recht erinnere, einig.
Hier noch zum Vergleich Sandra Milo, links ausgestopft in "La Visita" (mit dem bewundernden Mario Adorf als Dorftrottel), rechts ohne Polster, ungefähr zur gleichen Zeit. 28 Jahre alt ist sie da erst.
Wie üblich bei Pietrangeli gibt's nicht viel zu lesen, hier immerhin ein Artikel von Bert Rebhandl in Cargo.


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