Donnerstag, 7. Juni 2018
'71 (UK 2014, Yann Demange)
Nach langer Abstinenz hab ich es mal wieder gewagt einen Film zu zeigen. Yann Demanges Drama von 2014, der, wie der Titel verrät, 1971 in Belfast während des Nordirland-Konflikts spielt.
Sehr gebannt aus der Wäsche geschaut haben 2 Damen (Silke und Miriam) und 3 Buben (Sven, Andreas und meine Wenigkeit).
Der junge, britische Soldat Gary Hook hofft, nach seiner Grundausbildung nach Deutschland versetzt zu werden, aber es kommt alles anders. Es erfolgt der Marschbefehl nach Belfast, wo die ersten Unruhen zwischen Iren und Briten, Katholiken und Protestanten, IRA und Britischen Besatzern aufflammen.
Der erste Einsatz, Sicherung der örtlichen Polizei bei Hausdurchsuchungen, mündet dann auch gleich in einer Katastrophe. Ein Kamerad wird erschossen und Gary Hook flieht, in der für ihn noch unbekannten Stadt, leider in die falsche Richtung und befindet sich nun hinter den feindlichen Linien. Innerhalb kurzer Zeit hat er radikale Katholiken, IRA aber auch seine eigenen Leute auf den Fersen, die ihm alle nach dem Leben trachten.
Als Zeuge eines Bombenattentats findet Hook heraus, dass auch der britische MRF ein doppeltes Spiel treibt und seine angesetzte Rettung nutzt MRF Seargant Lewis, um Hook zu liquidieren. Zum Schluss überlebt Hook und kommt zurück in die Heimat, um ihn herum aber sterben die Gegner und Mitstreiter wie die Fliegen.
Am Ende bleibt die nüchterne Erkenntnis: Krieg ist sinnlos und niemand kann gewinnen.
Allen Beteiligten hat der Film gut gefallen, wie Andreas mehrmals bemerkte: hier wurde gut recherchiert und der Regisseur hat sich eng an die Historie gehalten. Sehr spannend ...
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1 Kommentar:
Hab' ich gerade nachgeholt. Ein grundsolider Thriller vor glaubhafter historischer Kulisse, fein. Sind euch auch die Parallelen zu "Odd Man Out" aufgefallen? Diesmal ist der verletzte Gehetzte aber auf der anderen Seite...
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