Donnerstag, 15. Juni 2017

Dramma della gelosia (tutti i particolari in cronaca) (Italien 1970)

Bei Gunnar, mit Andreas, Rene und Sven.

Die Trilogie ist geschafft: Nach der "Scheidung auf Italienisch" und der "Hochzeit auf Italienisch" gab es nun die "Eifersucht auf Italienisch", wenn auch nur im deutschen Verleihtitel. Der Grund für diese etwas alberne Namensgebung ist natürlich Hauptdarsteller Marcello Mastoianni, der in allen drei Streifen mitspielt.

Wikipedia spricht von einer "Dreieckskomödie mit melodramatischen und schwarzhumorigen Untertönen", das Filmlexikon sieht eine "turbulente Tragikomödie mit vielen witzigen Einfällen und satirischen Seitenhiebe auf italienische Lebensart", und beide treffen es ganz gut. Regie führte Ettore Scolla, der uns ja kürzlich schon mit seiner "Giornata particolare" zu überzeugen wusste (Blogeintrag folgt hoffentlich bald). Überragend natürlich die Schauspielerriege, der neben VC-Liebling Mastroianni auch noch Monica Vitti und Giancarlo Giannini angehören, letzterer einzelnen VC-Veteranen aus dem tollen Zurlini-Film "Oktober in Rimini" ("La Prima Notte de Quiete") und aus "Die Unschuld" ("L'Innocente") von Visconti bekannt.

 Monica Vitti war schon drei mal im VC zu sehen, aber auch das ist schon ewig her: Gleich im ersten VC-Jahr, also 1998, war sie in Bunuels "Le fantôme de la liberté" („Das Gespenst der Freiheit“) mit dabei, 1999 dann in Antonionis "Il deserto rosso" ("Die rote Wüste") und schließlich 2005 in "L'avventura" ("Die mit der Liebe spielen"), natürlich auch von Antonioni. Traurigerweise geht es dieser tollen Schauspielerin gar nicht gut: "Im März 2002 erschien sie zum letzten Mal in der Öffentlichkeit. In den folgenden Jahren verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand. Sie leidet an einer degenerativen Erkrankung (wohl Alzheimer, AS), zog sich in eine Schweizer Klinik zurück und hat nur noch mit ihren Angehörigen Kontakt." (Wiki)

Besondere Erwähnung sollte noch die Art und Weise finden, wie der Film seinen Schauplatz Rom darstellt: als eine einzige Müllhalde nämlich. Hat man so noch nicht gesehen.

 



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