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| Naomi Watts hat uns besonders gut gefallen |
So kam nun also David Lynch zu seinem zweiten VC-Einsatz (nach "The Elephant Man" 1998, im ersten Jahr des Videoclubs!).
Zu dem Film ließe sich natürlich sehr viel sagen, tatsächlich so viel, dass es mir komisch vorkäme, hier ein paar einzelne Sätze zu formulieren (und für eine ausführliche Diskussion fehlt mir leider die Zeit). Deswegen nur die ganz kurze Feststellung, dass wir alle, also Sven, Silke, Ute und ich, den Film über seine komplette Länge von 140 Minuten gebannt verfolgt haben, dass er uns, wie nicht anders zu erwarten, recht verwirrt zurückließ, und dass ich persönlich wie schon vor fast 20 Jahren bei "Lost Highway" hin- und hergerissen war zwischen Faszination angesichts der Suggestivkraft der Lynch'schen Visionen und Abscheu angesichts des prätentiösen Kitsches, den der Meister dann eben auch immer mal wieder einbaut.
Was die Deutung der rätselhaften Handlung und insbesondere des letzen Filmfünftels angeht, so neige ich dazu, mich ausnahmsweise mal Silkes Interpretation anzuschließen; demnach sind die ersten vier Fünftel nur Traumvisionen von Naomi Watts' Charakter aus dem letzten Fünftel.
Das Filmlexikon macht es sich eher einfach:
"Ein Unfall auf einer kurvenreichen Landstraße, bei
dem eine Frau ihr Gedächtnis verliert, dient als Aufhänger für eine
Vielzahl scheinbar unabhängiger Begegnungen im Umfeld der Filmmetropole
Hollywood. Ein hypnotisch-albtraumhaftes Traum- und Vexierspiel, das
sich der linearen Nacherzählung verweigert, weil Personen ihre Identität
wechseln und viele Handlungsstränge so ineinander geschlungen sind,
dass sie wie ein Endlosband funktionieren. Handwerklich perfekt,
ideenreich und inszenatorisch bestechend, zerpflückt der Film lustvoll
die Medienmythen der Gegenwart und lässt sie in Gestalt eines
Horrorthrillers im kalten Entsetzen kumulieren, ohne dass David Lynch
damit seinem bekannten Oeuvre etwas erkennbar Neues hinzufügen würde."
P. S.: Was war eigentlich am 4. und 11. August los? Vielleicht hat ja jemand Lust, noch eine kurze Notiz zu schreiben. Ich war jedenfalls nicht anwesend.
P. S.: Was war eigentlich am 4. und 11. August los? Vielleicht hat ja jemand Lust, noch eine kurze Notiz zu schreiben. Ich war jedenfalls nicht anwesend.

1 Kommentar:
Norman N. Holland, den ich heute schon bei dem Eintrag zu "Stories we tell" empfohlen habe, hat übrigens auch zu "Mulholland Drive" einige anständige Anmerkungen gemacht: http://www.asharperfocus.com/Mulholland.html
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