Donnerstag, 21. Januar 2010

Daratt (Tschad 2006)

Bei Sven. Aus dem Tschad. Junger Mann wird vom Großvater in die Haupstadt geschickt, um den Mörder seines Vaters umzubringen. Der ist Bäcker und stellt den Rächer ein. Die beiden kommen einander näher und die Rache bleibt aus. Gaaaanz langsam erzählt, wie sich das gehört bei Beiträgen für internationale Festivals. Beeindruckende Kamera, jede Menge eklatante Ungereimtheiten im Plot (es wird etwa nur tagsüber gebacken), aber nachher haben sich dennoch alle recht angetan gezeigt. Einer der besseren afrikanischen Filme, die wir bislang gesehen haben. Der Mörder erinnerte ein wenig an Isaac Hayes. Eine Diskussion im Anschluss drehte sich um die Frage, ob im Tschad und anderen Ländern fern von Europa das Schlagen von Frauen häufiger vorkommt und gesellschaftlich akzeptiert ist. Der Bäcker schlägt die seine nämlich, nachdem er sie dabei erwischt hat, wie sie mit dem Jungen flirtet, mit offenem Haar. Soll er durch die Szene als Unhold charakterisiert werden, ist es ein Indiz für eine furchtbare Ehe, oder aber ist das alles im allgemeinen, auch von ihr akzeptierten Rahmen? Hier eine Kritik aus der taz, hier der imdb-Eintrag und hier das Filmlexikon.

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