Whom God wishes to destroy he first turns mad. (Euripides, 425 BC)
Directed, written & produced by Samuel Fuller
Cast: Peter Breck as Johnny Barrett; Constance Towers as Cathy; Gene Evans as Boden; James Best as Stuart; Hari Rhodes as Trent; Larry Tucker as Pagliacci; Paul Dubov as Dr. Menkin Director of photography: Stanley Cortez, A.S.C.
Janus Films, 1963
101 minutes. Black & white/Colour
Bei Sven am 30.4.08, anwesend waren außerdem Angela, Silke, Miriam, Eva (kam ein wenig zu spät), Tish, Andreas, Gunnar und während die letzten 5 Minuten liefen, kam auch auch noch Stefan dazu.Bewertung: 2,8 (4 Stimmen)
Die Geschichte des sensationsgierigen Journalisten, der als eingeschleuster Patient einen Mord in einer Nervenheilanstalt (wie heißt sowas heutzutage eigentlich) aufklären will, ist eigentlich wegen kompletter Unsinnigkeit zu vernachlässigen. Der Film meint zwar, der Mord sei aufgeklärt, tatsächlich beruht das aber einzig auf derAussage eines Patienten, der, vermeintlich für einen Moment klaren Verstands, den angeblichen Täter beim Namen nennt. Die Mühe einer Beweisführung oder Indizienkette erspart sich der Regisseur. Interessanter schon die persönlichen Veränderungen, die der Nachforschende erlebt, teilweise in halluzinatorischen Bildern wir z.B. die Regenszene, als der Krankenhauskorridor von Wasser überschwemmt wird. Noch interessanter die Bearbeitung diverser amerikanischer Traumata, wie Rassismus, Vietnamkrieg oder 2. Weltkrieg anhand der Erzählungen von Patienten. Wilde Ausbrüche mit endlosen Schreianfällen machen den Film akustisch recht anstrengend und zeigen ein sehr vereinfachtes Bild psychisch traumatisierter Menschen. Erfreulich sind die eingestreuten Gags, die angesichts doch ernsthafter Probleme ziemlich überraschend und lustig daherkommen. Kamera und Schnitt erscheinen sehr ambitioniert, aber auch etwas unkonzeptionell, das Drehbuch scheint dem Autoren und Regisseur und Produzenten (alles Samuel Fuller) ziemlich egal gewesen zu sein. (Sven)
1 Kommentar:
Das mit dem "ambitioniert" macht den Film so interessant, oder? Einerseits reiner B-Picture-Trash inklusive völlig unmotivierter Nachtclub-Tanz-Szenen, andererseits die Verhandlung amerikanischer Traumata. Und dann sind auch noch die Gags dazwischengestreut, ich fand das war ein überraschendes Vergnügen und bestimmt kein guter Film.
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