Vor Ort waren dabei: Gastgeberin Silke sowie Gunnar und Ute. An den Fernsehern zu Hause: Miriam, Tilmann sowie Larissa und Alex.
Inhaltsangabe MoMa: During World War II, by way of covert communication in besieged Sofia, Veska joins a group of teenage anti-fascists. Here she meets Dimo, a handsome, passionate member of the small but ferocious resistance. As the group strives to thwart Nazi advancements in Sofia, romance blossoms between Veska and Dimo. With an ambitious stylistic eye, Zhelyazkova masterfully directs a story of forbidden love and the relentlessness of teenage conviction. Believed to be the first feature film ever directed by a woman in Bulgaria, We Were Young entered MoMA’s collection in 1983, as part of an initiative to increase the archive’s holdings of postwar Eastern European cinema.
Gibt also vielleicht sogar einen Länderpunkt für Bulgarien? Das Drehbuch stammte von ihrem Mann Hristo Ganev, der selbst auch Regisseur war. Die Handlungen sollen zum Teil auf ihren eigenen Erfahrungen während der Zeit basieren.
Ich hatte Gunnar vor längerer Zeit um den Film gebeten, der neuerdings oft in Umfragen zu den besten Regisseurinnen genannt wird, wohl seit einer langen Doku-Serie seit 2014 namens „Women Make Film: A New Road Movie Through Cinema“ (mehr dazu auf imdb, u.a. mit Tilda Swinton und Jane Fonda) und dem anschließenden Zeigen auf einigen Filmreihen, etwa in Thessaloniki, auch deutlich präsenter außerhalb Bulgariens. Er war leider zunächst nirgendswo aufzutreiben, aber dann machte Gunnar es möglich. Großes Dankeschön dafür. Für mich war der Film eine deutliche Bereicherung meiner Filmerfahrung.
Ich meine auch, alle mochten den Film, wenn auch die Thematik Miriam nicht gerade positiver in die Welt blicken ließ. Visuell gab es viele tolle Einstellungen, allein der sich verbindende Schein zweier Taschenlampen als Metapher für die sich ankündigende Verliebtheit der beiden Taschenlampenträger. Das Plakat gibt das kongenial wieder, wenn auch nicht die beiden Lichtkreise sich langsam auf dem Boden aufeinander zubewegen und dann eine Schnittmenge bilden, sondern hier quasi als Doppelmond erscheinen. Im menschenverschlingenden Krieg ist das ein Reigen: Immer ein neues Paar schließt sich dem Widerstand an, dessen Aktionen in der Regel noch nicht mal erfolgreich sind, wird verhaftet und vernichtet, und ein neues potentielles Paar macht sich mit Taschenlampen auf zu konspirativen Aktionen.
Informative Webseiten:
- Film-Beitrag zu ihren Filmen auf youtube
- Zu Binka Zhelyazkova auf Mubi; illustrierte Übersicht ihrer Filme hier
- https://kfp-bg.com/binka-hristo/binka-zhelyazkova
- https://www.barbican.org.uk/our-story/press-room/hidden-figures-the-films-of-binka-zhelyazkova


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