Freitag, 17. März 2023

We are the best! (Schweden 2013, Lucas Moodysson)

Vor einiger Zeit kam das Gespräch auf Lucas Moodyssons wunderbaren Filme der späten 90er Jahre. Für mich war das „Zusammen“ (2000) gewesen, der mich stark begeistert hatte, für andere „Fucking Amål“ (1998). Auch an diesem Abend begeisterte sich die kleine Runde bei Gunnar in der Erinnerung wieder für diese Filme, beziehungsweise, alle, die sie kannten. Moodysson nahm nach „Zusammen“ einen deutlich bedrückenderen Tonfall an: Ich habe noch „Lilja 4-ever“ (2002) im Kino gesehen und danach nichts mehr, sein nächster Film schien ebenfalls zu deprimierend zu sein, um Kritiker zu Jubelrufen zu bewegen. Was war geschehen?  

„We are the best“ von 2013 ist wieder ein leichtfüßiger Film, die Geschichte spielt in Stockholm 1982, die zwei Teenager Bobo und Klara stehen im Mittelpunkt. Beide, abseits konventionellen Mädchengebarens, gründen eine Punkband, für die sie noch eine dritte aus christlichem Haushalt rekrutieren, die richtig Gitarre spielen und singen kann: Hedvig. Es geht um Jungs, Eifersucht, Teenagezeit im Allgemeinen, die Verschiedenheit sozialer Umgebungen und Eltern. Launig erzählt, wobei sich Gunnar an den schauspielerischen Leistungen störte.

Da ich an dem Wochenende in Hamburg war, hatte ich mit Gunnar abgemacht, bei ihm Vorführer sein zu dürfen. So hatten wir eine Runde in Hamburg mit Vorführer Jö, Andreas, Gunnar, Maren, Miriam und Sven sowie in der Telko angeschlossen Larissa, Rene und Tilmann. Larissa hatte sich während des Guckens entnervt abgemeldet, der Rest fand an dem Film viel Vergnügen.  

Im Nachgang entdeckte Tilmann, dass Moodysson die Geschichte seiner Frau Coco Moddysson verfilmt habe. Coco ist eine Comic-Künstlerin und „We are the best!“ basiert auf ihrer autobiografischen Graphic Novel „Never Goodbye“. Die englische Wikipedia zitiert Rotten Tomatoes: „Sweet, empathetic, and shot through with a palpable joy, We Are the Best! offers a tender tribute to the bittersweet tumult of adolescence.“

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