Diesen Film wollte ich eigentlich schon vor über einem Jahr zeigen. Bisher hatte Sven das aber verhindern können. Heute konnte ich es durch die Minimal-Besetzung mit Silke und Miriam endlich durchziehen.
Die Geschichte geht so: Eine Polizistin (Bae Doona - bekannt aus Air Doll, Cloud Atlas und Jupiter Ascending) wird von Seoul in die äußerste Province strafversetzt (warum erfahren wir später) und stößt dort auf Do-Hee einem kleinen Mädchen, dass von ihrem Vater und der Großmutter misshandelt wird.
Der Vater wird scheinbar von der Dorfgemeinschaft akzeptiert und genießt eine gewisse Stellung. Da er einer der wenigen Arbeitgeber und jüngeren Menschen in der überalterten Gemeinde ist, werden ihm sein schlechtes Benehmen, seine Gewaltausbrüche und seine Trunksucht nachgesehen und er scheint sich alles erlauben zu können.
Polizistin Young-Nam will das nun ändern und nimmt Do-Hee nach dem rätselhaften Tod der Großmutter bei sich auf. Sie erklärt dem Vater, dass Do-Hee über die Ferien unter ihrem Schutz steht und bei ihr bleibt.
Die Situation eskaliert, als eine Bekannte von Young-Nam in dem Dorf auftaucht und sich als Ex-Partnerin von ihr rausstellt. Wir erfahren, dass Young-Nam wegen ihrer lesbischen Beziehung strafversetzt wurde und plötzlich sieht sie sich verdächtigt, ihren Schützling sexuell missbraucht zu haben.
Dann gehen die Ferien zuende und das außerordentlich spannende Ende der Geschichte verrate ich hier nicht, denn das hätte Sven auch nicht getan :-D
Der Film hat einige derbe Lücken im Plot und einige Dinge machen wenig Sinn (so hat auch Young-Nam ein ernstes Alkohol-Problem, schüttet sich Schnaps in 2-Liter-Wasserflaschen hinter die Binde und bleibt dabei immer Herrin ihrer Sinne und der Lage) - trotz allem haben wir drei den Film sehr gut gefunden. Die Schauspieler sind erstklassig, die Story ist super und die Kamerabilder toll.
Am Ende bleibt ein beeindruckender Film. IMDB: 6,9, RT; 98% und 3 Minuten Standing Ovation bei den Filmfestspielen in Cannes 2014.
Ansonsten ein sehr fragwürdiger Abend mit Skandalen und an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen. Skandal No.1: Silke war 10 Minuten zu früh da, Skandal No.2: Miriam war 10 Minuten zu spät da, Skandal No.3: Es gab kein Toffifee, Skandal No.4: In der Tüte Haribo-Konfekt war nur Ausschuß drin, Skandal No.5: Im Film wird Do-Hees Vater nicht einmal die Fresse poliert.
Ich will so etwas nicht noch einmal erleben ...
... und Silke: Betrachte bitte das Film-Cover und sieh ein, dass es keine Ähnlichkeit außer Haut-, Haar- und Augenfarbe zwischen der Polizistin und dem Mädchen gibt. Ich will das nicht mit weiteren Beweisen untermauern müssen.

1 Kommentar:
Sehr hübsch geschrieben, aber der eigentliche Skandal ist, dass Du mein Toffifee-Versäumnis öffentlich gemacht hast...
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