Donnerstag, 11. Januar 2018

C'eravamo tanto amati (Italien 1974)

Bei Andreas, Katrin und Elisa. Mit Gunnar, Miriam, Silke und Sven.

Leider kann ich zu dem Film nicht viel sagen, da ich ihn größtenteils verschlafen habe. Den Wachgebliebenen hat er meines Wissens sehr gut gefallen, wie auch den IMDb-Usern (8,2!) und dem Filmlexikon ("schwungvolle, unterhaltsame und elegante Tragikomödie, die ihren bitteren Tenor mit satirischen Zwischentönen ausbalanciert").

Immerhin kann ich vermelden, dass es sich um den dritten Film im VC handelte, bei dem Ettore Scola Regie geführt hat (nach "Dramma della gelosia" und "Una giornata particolare") und sogar um den sechsten, bei dem er am Drehbuch mitgewirkt hat (außer den genannten noch "Il sorpasso", "Adua e le compagne" und "Io la conscevo bene"). Das ist natürlich ein blitzsauberes Portefolio. Mal sehen, was es in seinem Oeuvre noch so zu entdecken gibt.



Und zum Abschluss noch mehr Statistik: Für unseren neuen Liebling Stefania Sandrelli war es schon der vierte VC-Auftritt, für Vittorio Gassman der dritte und für Nino Manfredi immerhin der zweite.

P. S.: Wäre schön, wenn jemand, der mehr von dem Film mitbekommen hat als ich, diesen Eintrag noch ergänzen könnte.

2 Kommentare:

Gunnar hat gesagt…

Deutsch- und englischsprachig gibt's nicht viel Lesenswertes zum Film im Netz. War nie gut verfügbar, ist in Deutschland nur in den Achtzigern im Fernsehen gelaufen und nie auf Video oder DVD veröffentlicht worden.

Hier eine – wie ich finde – treffende, zeitgenössische Kritik aus der New York Times: http://www.nytimes.com/movie/review?res=9C03E6D8123EE334BC4C51DFB366838C669EDE

Silke hat gesagt…

Und eine offene Frage zu klären, die wir am Ende hatten: Ich hab am WoE drauf irgendwo gelesen, dass der Reichgewordene beim Wiederzusammenkommen der alten Freunde seinen Führerschein in der Kneipe liegengelassen hat und die Frau und die beiden Männer den dem Reichgewordenen am nächsten Tag schnell vorbeibringen wollen - offenbar standen auf italienische Führerscheinen jener Zeit die Meldeadressen. Zumindest mir war vollkommen unklar geblieben, warum sie wussten, wo sie ihn finden können - die words-per-minutes-Dichte war enorm hoch in diesem dialogfreudigen Film, so dass ich nicht immer alle Untertitel geschafft habe. So sehen die drei am Anfang des Films hinterm Zaun, dass er gar nicht ein armer Parkeinweiser ist, sondern sich mehr als gut verheiratet hat und gerade vom Dreimeterbrett in den familieneigenen Pool springen will. In diesem Moment kommt ein schönes Stilmittel zum Einsatz: Die Kamera friert ihn ein und die Rückblende und damit die gemeinsame Vergangenheit wird begonnen zu erzählen, bis gegen Ende des Films die Gegenwart wieder eingeholt ist und der eingefrorene Reiche wieder im Bild erscheint. Die drei sind empört: Er hat sie angelogen. Dann gehen sie achselzuckend und dialoglastig wieder davon und der Film ist aus. Was mit dem Führerschein passiert, bleibt offen.