Freitag, 22. Februar 2008

Noi Albinoi



Noi Albinoi, von Dagur Kari, 2003, Island (Bewertung: 2,8)

Gezeigt von Miriam am 21.02.08, dabei waren außer ihr noch Sven, Stefan, Andreas und Gunnar.

Gleich von Beginn an wurde seitens der Brüder Sedlmair gemosert, weil der Haupdarsteller eine Glatze habe. Stefan konnte während des Films gequältes Stöhnen nicht immer unterdrücken, so litt er offensichtlich unter dieser filmischen Zumutung.
Nach dem Film gab es wie zu erwarten erregte Diskussionen, im wesentlichen ging es darum, dass Stefan sagte, er könne es nicht mehr ertragen, wenn solche Unholde wie die adoleszente Haupfigur, ein Nichtsnutz und Tunichtgut, positiv dargestellt würden, ja geradezu cool rüberkämen. Andreas exponierte sich nicht ganz so, schien aber größtenteils zuzustimmen, Miriam, Sven und ich waren völlig anderer Meinung.
Uns gefiel die trocken erzählte Geschichte über einen Loser, dem jeder Ausbruchsversuch auf das Groteskeste misslingt. Das unerwartete üble Ende war starker Tobak. Die grün- und blaustichigen Bilder waren klasse, überhaupt formal und schauspielerisch ein überzeugender Film.



Gefreut habe ich mich über ein Requisit: den View-Master, der in 3D Bilder vom Palmenparadies zeigt. Erinnert mich daran, dass ich Euch stolz meine View-Master-Sammlung zeigen wollte.




4 Kommentare:

Miriam hat gesagt…

Besser kann man es wirklich nicht zusammenfassen! Und ich bin schon sehr gespannt auf die View-Master-Sammlung...

Andreas hat gesagt…

Scheint, dem Trailer nach zu urteilen, doch ein ganz guter Film gewesen zu sein. Konnte mich weder an die Friedhofs- noch an die Blutszene erinnern. Und das von Gunnar erwähnte Ende ist mir auch erst nach fünf Minuten wieder eingefallen ...

Andreas hat gesagt…

Und es heißt Sedlmair, nicht Sedlmaier. Oder war die falsche Schreibweise eine subtile Form der Kritik an unserer Nörgelei?

Gunnar hat gesagt…

@Andreas: Kannst Du dich nicht erinnern, weil die wachen Phasen zu kurz waren, oder weil der Film einen so schwachen Eindruck hinterlassen hat?
Die falsche Schreibweise Deines Namens war ein reiner Flüchtigkeitsfehler, der mittlerweile getilgt ist. Ich verwarf dann doch die Eingebung, den Fehler so stehen zu lassen und in den nächsten Wochen außerdem die Schreibweise zu variieren: Sedlmeier, Sedlmeyer, Sedlmayer, Sedlmayr, Sedlmeia, Sedlmeya, Sedlmaia, Sedlmaya, Sedlmeija, Sedlmaija, Sedlmayja, Sedlmeija, Sedlmeyja, Sedldings, Sedlirgendwas, Sedlschulz...

@Miriam: Freut mich, dass Du das ähnlich siehst.

Ganz hübsch ist es ja, dass auch die wechselnden Koalitionen hier dokumentiert werden. War eigentlich schon mal jemand so einsam in seiner Einschätzung, wie Sven bei der Gauklernacht letzte Woche?