Bei Silke, Vorführer war BAndreas (diese merkwürdige Kombi, weil Silke verstauchten Fuß hatte. Daher wurde kurzfristig von Groß Borstel nach St. Pauli umgeleitet. Aber seit VVC-Zeiten sind ja Vorführer-Gastgeber-Aufteilungen nichts Ungewöhnliches mehr).
Mit Miriam, Andreas und Sven vor Ort sowie Jö und Tilmann in der Ferne und in den TelKos.
Titel meint: „Ein Frühjahrstag in der Hölle“, der internationale Titel lautet „A sunday in hell“.
Thema: Doku über das Straßenradrennen Paris-Roubaix 1976 mit Etappen über Nebenwege mit Kopfsteinpflaster, daher auch der Spitzname für das Rennen als die „Hölle des Nordens“ (frz. „L'Enfer du Nord“).
„Jørgen Leths persönlicher Film über das klassische Radrennen Paris-Roubaix. Die Strecke ist eine der schwierigsten und das Rennen findet an nur einem Tag statt. Es wird von professionellen Fahrern gefürchtet, aber es gibt auch viel Prestige, wenn sie die Ziellinie als erste erreichen. In diesem Film hat das Rennen seine eigenen Helden und Schurken, sein eigenes Drama und harte Poesie“ (www.dfi.dk/viden-om-film/filmdatabasen/film/en-forarsdag-i-helvede).
Ruppige Demonstranten sorgen zunächst für einen verspäteten Start, dem schlimme
Stürze folgen und lustige Material-Optimierungen in voller Fahrt sowohl der
Radrennfahrer als auch der Begleitfahrzeuge mit den Helfern.
Gilt als absoluter Klassiker der Radsport- und Filmgeschichte und als bester
Film, der je über den professionellen Radsport gemacht wurde. „Der Film
dokumentiert schonungslos die Brutaliät des Radsports und zeigt und besingt
gleichzeitig seine verwegene Schönheit.“ (www.norockjustroll.com/sunday-in-hell)
Gefiel allgemein, trotz schlechter Bildqualität und lustigen automatischen Untertiteln von Youtube, z.B. 20 verschiedene Arten, De Vlaeminck zu schreiben, steigerte die eh schon heitere Stimmung sehr. Eine gewisse Sportaffinität schadete aber nicht … Jørgen Leth war selbst lange Sportreporter.
Von Jørgen Leth hat Silke mal seinen äußerst einflussreichen Kurzfilm „Det perfekte menneske“ von 1967 gezeigt, zusammen mit fünf Wiederverfilmungen, wenn man das so nennen kann, infolge Aufgabenstellungen von Lars von Trier – „De fem benspænd“ von 2003.
Den groovigen Sountrack zur Nacht lieferte Sven mit dem Bahama Soul Club (insbesondere dem schönen „I Warned You Baby feat. Spanky Wilson“, zu hören hier). Zufällige Entdeckung von Sven – und zufällig sein alter Mitbewohner aus Hannover.
(BAndreas und Silke, 28.9.2020)

8 Kommentare:
Nice!
Warum eigentlich Hölle? Wurde das beim Gucken klar? Oder wissen Radsport-Fans das eh?
Ist doch im Blog-Eintrag erklärt.
Ah, danke, hatte ich überlesen. Kommt mir aber nicht sonderlich plausibel vor, dass Kopfsteinpflaster gleich Hölle ist. Hab's eben gegoogelt: Wiki hat eine andere Erklärung: "Die Bezeichnung Hölle des Nordens bekam das Rennen nach dem Ersten Weltkrieg, der die Region, in welcher das Rennen stattfindet, verwüstet hatte.". (https://de.wikipedia.org/wiki/Paris%E2%80%93Roubaix)
Englischsprachig gibt's mehr Info dazu: https://en.wikipedia.org/wiki/Paris%E2%80%93Roubaix#Hell_of_the_North
Interessant - merci!
hmm, "ruppige Demonstranten"... das Interessante war der Hintergrund der Demos: der Protest gegen den Sponsor des Tagesrennens, weil der vor Ort Leute entlassen wollte. Solche kleinen Details waren, für mich jedenfalls, das Bestechende.
Zum Piepen fand ich auch die Filmmusik, mit dem Männerchor, der ein pathetisches "Paris / Roubaix" schmetterte. Das gab dem Ganzen etwas guttuend Ironisches und Lustiges. Jö
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