Donnerstag, 6. Oktober 2016

The Driver (USA 1978)

Wohin das "The" verschwunden ist, weiß ich auch nicht
Tja, war das jetzt eine Videoclub-Sitzung oder doch nur ein gemeinschaftliches Filmgucken unter Nachbarn? Das muss dann wohl Gunnar entscheiden, falls er vorhat, auch für 2016 einen Zusammenschnitt der VC-Filme anzufertigen. Jedenfalls waren nur Silke und ich anwesend, als ich "The Driver" zeigte und damit sowohl Regisseur Walter Hill als auch Hauptdarsteller Ryan O'Neal ihre ersten Auftritte in unserer Runde verschaffte.

Die Handlung des Films erinnert entfernt an "Drive" von 2011, jedenfalls hat O'Neals Charakter denselben Job wie der von Ryan Gosling, nämlich Fluchtfahrer bei Raubüberfällen. Entsprechend gibt es sehr schöne Verfolgungsfahrten zu sehen, und auch atmosphärisch lässt der Film, wie es sich bei einem Werk aus dem New-Hollywood-Umfeld gehört, nichts zu wünschen übrig. Sternstunden der Schauspielkunst hat er hingegen nicht zu bieten: Ryan O'Neal und Isabelle Adjani liefern ausgesprochen schwache Vorstellungen ab, nur Bruce Dern als
Ein typisches Beispiel für die Schauspielkunst der beiden Hauptdarsteller
besessener Polizist kann überzeugen. Bei O'Neals Spiel musste ich ständig denken "Ach, wäre es doch Steve McQueen!" – und siehe da: "This film was originally written for Steve McQueen, but he turned it down. According to Walter Hill, 'He didn't want to do anything that had to do with cars at that time.' " (IMDB). Auch Julie Christie oder Charlotte Rampling, die für die Rolle der namenlosen Spielerin im Gespräch gewesen sein sollen, hätten sicherlich besser gepasst als Adjani, die ihre Rollenwahl übrigens später als Riesenfehler bezeichnet hat.

Alles in allem war es trotz der erwähnten Schwächen ein sehenswerter Film und ein schöner Abend zu zweit.

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